Armut in unserer Nachbarschaft
„Wenn ich mal ganz viel Geld habe, dann gehe ich ins Kino. Oder ins Schwimmbad nach Meschenich. Da fahren die anderen Kinder
immer hin“, sagt die 9-jährige Lendita aus einem sozialen Brennpunkt in Köln. Lendita ist nur eines von acht Schicksalen,
mit denen die Kölner CaritasStiftung in der Ausstellung "Aus unserer Mitte - Armut in unserer Nachbarschaft" auf Armut im Erzbistum Köln aufmerksam macht.
Lesen Sie mehr über die Armutsausstellung
1. Stiftersymposium der Caritas
Am 13. und 14. November 2008 fand in Berlin das 1. Stiftersymposium der Caritas statt. Veranstalter waren der Deutsche Caritasverband und der Arbeitskreis Caritas-Stiftungen. Dabei sprach Bildungsministerin Annette Schavan über die Bedeutung der Stiftungen im 21. Jahrhundert. Hans Fleisch, Generalsekretär des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen hielt einen Vortrag über aktuelle Entwicklungen in der Deutschen Stiftungslandschaft und Professor Andreas Lob-Hüdepohl referierte zur Ethik in der Stiftungsarbeit.
Damit der Start ins eigene Leben gelingt
einen neuen Experimentierkoffer.
Caritas GemeinschaftsStiftung im Bistum Münster fördert Bildungsprojekte
Betreuen geht schon in die richtige Richtung. Aber gut wird die Offene Ganztagsgrundschule (OGS) erst durch eine Förderung
der Kinder. Das gilt vor allem für benachteiligte Kinder, denn "Bildung ist die beste Vorbeugung gegen Armut". Da ist sich
der Vorsitzende der Caritas GemeinschaftsStiftung im Bistum Münster, Diözesancaritasdirektor Heinz-Josef Kessmann, sicher.
Problem sei nur, dass die finanzielle Grundausstattung durch das Land nur für das Nötigste reiche. "Nur wenige Kommunen haben
noch das Geld, um freiwillig zusätzliche Mittel zu bewilligen", sagte Kessmann. Was möglich ist und eigentlich flächendeckend
notwendig wäre, hat die Caritas GemeinschaftsStiftung unter dem Motto "Chancen nutzen: Persönlichkeit fördern" in 17 Projekten
ausprobiert und gezeigt. 13 Caritasverbände und Sozialdienste katholischer Frauen in der Diözese Münster erhielten dafür jeweils
2.000 Euro aus den Mitteln der Stiftung oder der Aktion Lichtblicke.
Kreative Ideen in den Projekten
Hannover macht sich stark für starke Kinder
Kampagne sammelt Unterschriften von Prominenten
Seit 2007 wandert ein 500 Seiten dickes Buch der Caritas Hannover durch die Lande. Unternehmer, Politiker und Kulturschaffende
füllen es mit ihren Gedanken zu Kindern. Mit einer Spende ab 50 Euro können sie eine ganze Seite gestalten. Niedersachsens
Ministerpräsident Christian Wulff und Bischof Norbert Trelle machten den Anfang. Durch die Kooperation mit dem Hannover 96
folgten dann die Unterschriften von Spielern und Trainern aller Fußball-Bundesligavereine. Im Frühjahr 2010 soll das Buch
versteigert werden. Der Erlös geht an die CaritasStiftung Hannover „Von Mensch zu Mensch“, die damit Projekte in der Kinder-
und Jugendarbeit fördert.
Informationen zur Kampagne im neuen Weblog
Gutes Essen und gute Kleider für arme Kinder
Caritasstiftung in der Diözese Limburg finanziert Projekte gegen Kinderarmut
„Kinder brauchen gute Kleidung“ lautet eine Forderung des Bistums Limburg, das mit einer neuen Kampagne gegen die Kinderarmut
kämpft. Die diözesane Caritasstiftung unterstützt das Anliegen. In den vergangenen zwei Jahren investierte sie 102.480 Euro in Projekte für arme Kinder. Davon
wurden nicht nur hochwertige Kleider für bedürftige Familien finanziert, die Caritasstiftung förderte auch den Dillenburger
Mittagstisch. Dort lernen Eltern unter anderem, wie sie ihren Kindern auch mit einem geringen Budget eine gesunde Mahlzeit
kochen können.
Erfahren Sie mehr über die Projektarbeit der Caritasstiftung Limburg
Bessere Bildung für benachteiligte Kinder
mit benachteiligten Kindern in Ganztagesgrundschulen.
Förderprojekt für Ganztagesgrundschulen im Bistum Münster
Bessere Berufs- und Lebenschancen für Benachteiligte Kinder. Dieses Ziel hat sich die Caritas GemeinschaftsStiftung für das Bistum Münster gesetzt und das Projekt "Chancen nutzen: Persönlichkeit fördern" ins Leben gerufen. Als erste Aktion gibt die Stiftung fünf Ganztagesgrundschulen eine Starthilfe von je 2.000 Euro. Damit können diese ihre Bildungsangebote ausbauen, Zuschüsse fürs Mittagessen ausgeben, Exkursionen organisieren oder Lernmaterialien besorgen. "Jedes Kind sollte frühzeitig die Chance erhalten, die Weichen für eine positive Zukunft zu stellen", erklärte Diözesancaritasdirektor Heinz-Josef Kessmann zum Start der Aktion. Damit die Hilfen langfristig laufen, hat die Stiftung eine Spendenaktionen gestartet.
Infos zu Chancen nutzen - Persönlichkeit fördern
„Nicht nur vom Brot allein...“
Ketteler-Stiftung gibt 6.000 Euro für Armutsprojekte in Mainz
Das Kinderfrühstück im Centrum der Begegnung in Mainz-Marienborn hat den ersten Preis des Ketteler-Wettbewerbs 2009 gewonnen. Weihbischof Werner Guballa übergab 3.000 Euro und lobte, dass das Projekt die materielle Versorgung von armen Menschen in ein ganzheitliches Konzept integriert hat. Derzeit erhalten rund 20 Schüler ab 6.30 Uhr ein Frühstück sowie ein Pausenbrot und ein Getränk für die Schule. Die Initiative entstand aufgrund einer Sozialraumanalyse, die Handlungsbedarf für das Hochhausviertel gezeigt hatte.
Informationen zum Ketteler-Wettbewerb
Mehr als 171.000 Euro für caritative Projekte im Bistum Würzburg
über die Unterstützung der Caritasstiftung Würzburg.
13 Caritasprojekte in Unterfranken freuen sich über die aktuelle Ausschüttung der Caritasstiftung Würzburg. Fast 11.000 Euro fließen in die Einzelfallhilfe notleidender Menschen.
Den größten Teilbetrag mit 67.800 Euro bekommt der Orts- Und Kreisverband Würzburg für sein Projekt "Caritas plus" – ein Projekt
mit und für Ehrenamtliche. Seit 2003 ist die Zahl der Klienten beim Allgemeinen Sozialdienst um 56 Prozent gestiegen. Die Hauptberuflichen
können das nicht mehr bewältigen. Die Caritas Würzburg möchte mit ihrem neuen Projekt Ehrenamtliche finden und qualifizieren
und so den Allgemeinen Sozialdienst mit einem caritativen Mehrwert versehen. Die Ehrenamtlichen sollen Bindeglieder zwischen
Pfarreien und Allgemeinem Sozialdienst sein und nach etwa zwei Jahren weitgehend selbständig arbeiten. Das Projekt, bei dem
auch Studenten angesprochen werden sollen, läuft in Kooperation mit der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt.
60.000 Euro erhält IN VIA Katholische Mädchensozialarbeit für dringend notwendige Umstrukturierungsmaßnahmen im Würzburger
Haus St. Lioba. Das traditionsreiche Haus mit Internat bietet Mädchen und jungen Frauen aus problematischen Verhältnissen
die Möglichkeit, den Grundlehrgang für Hauswirtschaft zu besuchen und entweder den Hauptschulabschluss zu erreichen oder sich
auf eine anstehende Ausbildung vorzubereiten. Die elfmonatige Förderung der Kurse durch das Sozialministerium deckt nicht
die Kosten für ganzjährige Kurse.
Bereits mehr als 80 Projekte gefördert
Seit ihrem Bestehen im Jahr 2000 hat die Caritasstiftung Würzburg mehr als achtzig große und kleine Projekte unterstützt und viele Einzelfallhilfen geleistet. "Und wir hoffen, dass die Stiftung
auch noch in hundert Jahren dort einspringen kann, wo öffentliche Mittel oder andere Finanzierungen nicht reichen", so ihr
Vorsitzender, Domkapitular Dietrich Seidel. Dafür benötigte sie aber einen ständigen Kapitalzuwachs. "Zustifter sind daher
jederzeit willkommen", erklärte Caritasdirektor Martin Pfriem. "Wenn jemand mit seiner Zustiftung einen bestimmten Verwendungszweck
festlegen möchte, lässt sich dieser Wunsch im Rahmen einer Unterstiftung erfüllen."
Autor: Dr. Ludger Heuer


